Eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende in Deutschland ist der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien. Entsprechend der energiepolitischen Ziele sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz wird die dezentrale Energieerzeugung zunehmend wichtiger.
Biogasanlagen tragen dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren und die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten.
Die agri.capital Gruppe setzt ausschließlich auf den Energieträger Biogas. agri.capital fungiert als Eigentümer und Betreiber von Biogasanlagen an derzeit 58 Standorten mit einer elektrischen Anschlussleistung von insgesamt rund 52 MW. Damit ist agri.capital der größte Energieerzeuger auf Biogasbasis in Europa. Die Investitionen in die jeweiligen Standorte sind auf den 20-jährigen Betrieb der Anlagen ausgelegt, entsprechend der Vergütungsdauer gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die agri.capital Gruppe ist keine Fondsgesellschaft. Das Unternehmen wurde 2004 von einem westfälischen Landwirt und Unternehmer gegründet und ist in Münster ansässig. Der Hauptgesellschafter ist Alinda Capital Partners, ein US-amerikanischer Investmentfonds, der Pensions- und Rentengelder verwaltet, unter anderem aus Deutschland.
Die Kompetenzen von agri.capital umfassen die komplette Biogas-Wertschöpfungskette:
- Projektentwicklung
- Genehmigungsplanung
- Finanzierung
- Bauabwicklung
- kaufmännische und technische Betriebsführung
- Rohstoffmanagement
- biologische Betreuung
- Netzanschluss
- Verkauf von Strom, Wärme und Biomethan
Das Geschäftsmodell von agri.capital basiert auf einer engen partnerschaftlichen Bindung mit der Landwirtschaft. Das Unternehmen selbst besitzt keine eigenen Anbauflächen. Die Biogasanlagen im Bestand des Unternehmens werden von Landwirten vor Ort bewirtschaftet und mit Rohstoffen versorgt. Diese Partnerschaft wird durch langfristige Verträge gesichert und gibt den Landwirten unter anderem durch eine leistungsbezogene Vergütung die Möglichkeit, dauerhaft am Erfolg der jeweiligen Anlage zu partizipieren. Mehr als 700 Landwirte gehören mittlerweile zu den Partnern von agri.capital.
Der Realisierung neuer Biogasprojekte geht ein intensiver und zeitaufwendiger Planungsprozess voraus. Alle Beteiligten werden frühzeitig eingebunden, insbesondere die für die Genehmigung zuständigen Behörden. Die umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen werden stets beachtet und deren Einhaltung behördlich überprüft. Die Öffentlichkeit wird bereits in der Planungsphase über das Bauvorhaben informiert. Die Bedenken der Bürger werden grundsätzlich ernst genommen und führen nach einer in der Regel sachlichen Auseinandersetzung häufig zu tragfähigen Kompromisslösungen.
Bei der Auswahl der verwendeten Technologie setzt agri.capital auf beste Qualität von bewährten Lieferanten der Branche mit industriellem Anspruch. Ein hoher Standardisierungsgrad in Bezug auf Technik, Prozesse und Verträge sorgt für eine optimale Betriebsführung und schafft die Voraussetzungen für eine gleichbleibend hohe Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Durch kontinuierliche Bemühungen zur Steigerung der Anlageneffizienz hinsichtlich Technik, Substratwahl und Fermenterbiologie erreichen die jeweiligen Anlagen eine überdurchschnittlich hohe Performance. Die einzelnen Projekte werden optimal an die EEG-Vergütungsstruktur beziehungsweise an die örtlichen Marktgegebenheiten angepasst, um einen wirtschaftlichen und profitablen Betrieb der Anlagen sicherzustellen.
Die Biomethaneinspeisung ist ein weiterer Schwerpunkt von agri.capital. Hier sieht das Unternehmen großes Wachstumspotenzial. agri.capital betreibt derzeit sechs Anlagen zur Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz. Weitere Anlagen sind im Bau. Das eingespeiste Biomethan wird an Energieversorger, Stadtwerke oder einzelne BHKW-Betreiber verkauft, um der steigenden Nachfrage an klimafreundlichem Gas zu begegnen.






